STATEMENT Der ungarische Roman KARNEVAL von B├Ęla Hamvas (sprich: Hamwasch) muss endlich ├╝bersetzt werden! Es ist nicht hinzunehmen, dass dem deutschsprachigen Lesepublikum die Orientierung im Jenseits kollektiv verwehrt bleibt. Vom Diesseits ganz zu schweigen.                                       Die ├ťbersetzer

Powered by

Intelligent Entertainment © 1996

Sponsored by

Your Name

Zur Unterst├╝tzung der Herausgabe lesen aus  KARNEVAL

Die Verdoppelung J├╝rgen Flimm     In der Patsche Klaus Zehelein   Das tote Kind Hans Kremer &  Martina Schiesser RI Claus Huebner  Miedersache Harald Maack, Felix Grassmann,  Melanie    Kretschmann, Martina   Schiesser  Gesichter  Gabor  Altorjay

Protokoll von  Altor Jay ├╝ber die Geschichte der deutschsprachigen ├ťbersetzung von KARNEVAL

ÔÇť1986 beginne ich mit ├ťbersetzungen von Teilen des Romans ins Deutsche, zu Pr├Ąsentationszwecken f├╝r Verleger. Sie schrecken alle vor der Dimension des Projektes zur├╝ck und die Probe├╝bersetzungen reichen nicht aus, um ├╝ber das Ganze ein Bild zu vermitteln

1987 schreibt die Witwe des Autors, Katalin Kem├ęny an George Soros und bittet ihn um  Unterst├╝tzung der deutschen ├ťbersetzung von Karneval, die in Hamburg inzwischen vom Kellner Verlag (in Zusammenarbeit mit dem Vertreter der Rechteinhaberin, Antal Dul,  in Budapest und mir ) forciert wird. Weil die Soros Foundation grunds├Ątzlich keine Projekte im Westen f├Ârdert, wurde unser Antrag aus New York nach London weiterempfohlen

1988 vergab uns Lord Dahrendorfs Stiftung in England, das "Central & East European Publishing Committee" eine freundliche Unterst├╝tzung, die ausreichte um etwa ein Zehntel des Romans in eine akzeptable ├ťbersetzung vorlegen zu k├Ânnen.Wir bekamen sehr positive Reaktionen. Im Saarl├Ąndischen Rundfunk stellte Arnfried Astel in einer ausf├╝hrlichen Sendung  den Roman vor, im alternativen, f├╝r die Buchmesse 88 eingerichteten Sender von Van Gogh TV wurde Abend f├╝r Abend Karneval vorgelesen, die Neue Z├╝rcher Zeitung widmete Hamvas eine halbe Seite...

1989 gab es trotzdem immer noch keinen Verleger, der diesen Unternehmerischen-Wahnsinn wagen wollte. So verb├╝ndeten wir uns mit Michael Kellner, dessen Kellner Verlag die allerbeste Renomee unter den Hamburgern Off-Verlagen besa├č, nat├╝rlich ohne Kapital, aber mit gro├čer Fantasie.

1989 bekam Kellner Verlag von "Deutscher Literaturfonds" die Unterst├╝tzung aus Darmstadt um die Rechte zu erwerben. Ich vermittelte zwischen der Witwe des Autors und Kellner den Vertrag ├╝ber die Herausgabe von Karneval innerhalb von 36 Monaten, also bis Herbst  1993.

Im August -die DDR verbreitete schon Leichengeruch- fuhr ich mit Kellner nach Ostberlin, wo wir mit dem "Aufbau-Verlag Berlin und Weimar" einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben. Aufbau besorgt die ├ťbersetzung innerhalb von 2 Jahren und bekommt daf├╝r die DDR Rechte. Michael Kellner ging auf die Suche nach einem kapitalkr├Ąftigen Partner.

Dann kam Deutschland dazwischen und warf den Zeitplan ├╝ber die Mauer.

1993 konnte erst die H├Ąlfte des Romans vorgelegt werden.

Kellner Verlag bekam von der europ├Ąischen Gemeinschaft Unterst├╝tzung, denn das urspr├╝ngliche Honorar f├╝r die ├ťbersetzung wurde irreal wie auch die Welt selbst. Der Verlag bekam auch eine feste Zusage von der EG ├╝ber F├Ârdermittel, die allerdings erst nach dem Erscheinen von Karneval ausgezahlt werden. Eine Verl├Ąngerung der Frist wurde mit der Rechteinhaberin verabredet, aber inzwischen sind alle Vertr├Ąge ausgelaufen.

1995 erscheint Hamvas zum ersten Mal auf Deutsch, als Raubdruck in einer wunderbar bibliophilen Ausgabe: "Philosophie des Weins". Zwei Jahre dauert es, bis die Rechteinhaberin sich durchsetzt und der Verlag  die restlichen 600 Exemplare von einer 3tausender Auflage abgeben mu├č.

1997 Im M├Ąrz wird Bela Hamvas zum meistgelesenen Autor in Ungarn

2000 Nach ├╝ber zehn Jahren entstand schliesslich eine erste Rohfassung in Deutsch, doch sie gen├╝gte nicht den hohen sprachlichen und gedanklichen Anforderungen, die das 1500 Seiten  schwere Opus stellt. HamvasÔÇÖ Witwe, die inzwischen 94-j├Ąhrige Schriftstellerin  Kathalin Kem├ęny, untersagte die Drucklegung dieser Fassung.

Seitdem lag das Projekt brach.ÔÇŁ

2002           Jetzt haben wir, der Filmregisseur und Autor Gabor Altorjay, seit 20 Jahren bekennender ÔÇťKarnevalistÔÇť, der mit dem Meister noch heitere Stunden am Weinberg erleben durfte, und der Musiker und Theaterautor Carsten Dane, uns dieses Verm├Ąchtnisses angenommen. Die von uns angefertigten Neu├╝bersetzungen fanden in den ungarischen Intellektuellen- kreisen um Frau Hamvas grossen Widerhall und wir erhielten von ihr die Rechte zur ├ťbersetzung des Romans.

Wie die Geschichte der ├ťbersetzung weitergeht, liegt nun in Ihrer Hand!